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Jahresprogramm 2017
zum Mitmachen für jeden Pferdefreund
aktualisiert am 26.05.2017 um 08:30 Uhr
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oben: Herzog Wittekind zu Pferd an der Wittekindsquelle (Gemälde von Hans Mündelein)

 

unten: das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Porta

Wir sind dann mal weg

 

... denn in Kürze heißt es für 8 VFD Landessternreiter aus dem Kreis Recklinghausen "Abmarsch". Unterwegs werden sich weitere Recklinghäuser hinzu gesellen.

 

Auf den Spuren des sächsischen Herzogs Wittekind reisen die pferdestarken Wanderer von Recklinghausen über Wallenhorst, Porta Westfalica und Rinteln nach Extertal.

 

Freitagabend erreichen sie die Reitanlage "Hof auf dem Berg" von Erich Busch, wo mit vielen befreundeten VFD-Kameraden ein dreitägiges Landesreiterlager abgehalten wird.

 

Allen Landessternreitern wünschen wir "Gut Ritt"!

 

24. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger



Hier ein Bild aus "jungen" Tagen: Franz Schmitz auf der Equitana Open Air 2014

Wir trauern

 

um unseren lieben, hoch geschätzten Freund und Vereinskameraden Franz Schmitz, der am vergangenen Dienstag im Alter von 88 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben ist.

 

Franz lenkte mitwirkend über vier Jahrzehnte hinweg die geschäftlichen Geschicke der nordrhein-westfälischen VFD und unterstützte den Verband, als andere ihn längst aufgeben wollten. Sein Einsatz für die VFD war von Aufrichtigkeit, Enthusiasmus, Eifer sowie Unermüdlichkeit geprägt und er schaffte es stets, andere Pferdefreunde gleichsam zu begeistern.

 

Mit Franz verbanden wir Recklinghäuser VFD'ler eine ganz besonders innige und herzliche Zuneigung. Zusammen haben wir viel erlebt: die große VFD-Jubiläumsfeier in Reken, den CHIO Aachen, etliche Messen, zahlreiche Landessternritte, viele Mitgliederversammlungen und unzählige Treffen mit tollen Geprächen sowie heißen Diskussionen. Stets stand uns Franz mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam haben wir Party gemacht, gelacht und bei Line Dance unsere Füße und Herzen tanzen lassen.

 

Lieber Franz, Du wirst uns für immer in bester Erinnerung bleiben und wir sind sehr froh, dass wir Dich ein Stück Deines Lebensweges begleiten durften.

 

Alles Liebe,

Deine VFD-Freunde im Kreis Recklinghausen

 

23. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 



Es ist vollbracht

 

Mit der Eintragung ins Vereinsregister hat die VFD Kreis Recklinghausen in dieser Woche die letzte Hürde zur Selbständigkeit geschafft. Nunmehr sind wir ein eingetragener, gemeinnütziger Verein namens

 

Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland, Kreis Recklinghausen e. V.

 

oder auch einfach nur kurz: VFD Kr. RE e.V.

 

23. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


CHIO in Aachen

 

Seit vergangenem Wochenende sind die Arenen des Aachen Laurensberger Rennvereins sowie das weitläufige Gelände der Aachener Soers wieder Schauplatz des größten internationalen Reitsportturniers der Welt. Partnerland in diesem Jahr ist Holland und so verwundert's nicht, dass das niederländische Königspaar zu Gast sein wird. Am morgigen Dienstag steigt um 19.45 Uhr die große Eröffnungsfeier, die auch im öffentlich rechtlichen TV ausgestrahlt wird.

 

Zeit, sich wieder einmal mit einigen Bildern an unseren unvergesslichen Auftritt im Jahre 2012 zu erinnern.

 

Damals präsentierten über 40 Pferdefreunde mit 26 Pferden aus 17 unterschiedlichen Rassen zahlreiche Facetten des Pferdesports und brachten tausende Menschen im Mercedes Benz Stadion zum Jubeln, sodass die Tribünen bebten.

 

17. Juli 2017, Autor/Redaktion: Gabriele Eichenberger

Fotos von unserer Starfotografin Britta Müller

 



Der Kutschenführerschein

 

... und so sieht er nun im Scheckkartenformat aus - zumindest für "privat" fahrende Kutschenführer ...

 

Hier geht es zum Online-Antrag.

 

17. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Auf Biegen und Brechen

ÜL-Fortbildung in Wuppertal

 

Veranstaltungsort der jüngsten Übungsleiter Fortbildung war der Pöttgeshof von Gaby Schwerter in Wuppertal-Ronsdorf. Eingeladen hatte Dr. Eva Hübeler-Schenk, die Sandy Passura bei ihrer Masterarbeit tatkräftig unterstützt.

 

Zwei Tage lang wurden Pferde und Reiter von den Haarspitzen bis zu den Zehnägeln bzw. Hufen begutachtet, vermessen und mittels chiropraktischer Handgriffe wieder in Balance gebracht. Hierbei kam Sandy zu ganz erstaunlichen Ergebnissen, die jedoch an dieser Stelle noch nicht verraten werden dürfen.

 

Sandy ist selbstständig als Heilpraktikerin und Chiropraktikerin tätig und absolviert gegenwärtig ein Studium an der Donau Universität Krems in Österreich mit Schwerpunkt Chiropraktik - nicht für Pferde, sondern für Menschen. Während der Fortbildung war Sandy für den medizinischen Check-up der zweibeinigen Teilnehmer verantwortlich. Tierärztin Dr. Eva Hübeler-Schenck sowie die Pferdeosteopathin Elke Devakumar übernahmen die Beurteilung der Pferde im Stand, in der Bewegung sowie unter dem Sattel. Darüber hinaus begutachteten sie zusammen mit Gaby Schwerter Sitz und Einwirkung der Reiter vor und nach den Behandlungen von Sandy. Was nützt eine wissenschaftliche Arbeit ohne handfeste Ergebnisse? Für Letztere war Hartmut Schenck der Firma Way Out West zuständig. Mit seiner Messmatte ermittelte er tausende digitaler Druckdaten von Reiter, Sattel und Pad, die auf den Rücken des Pferdes einwirken und letztendlich dessen Bewegungsaktivitäten direkt beeinflussen.

 

Alle Teilnehmer fanden Durchführung, Datenerhebung sowie die abendliche kurze Abschlussanalyse richtig aufregend. Mit Spannung werden die Abschlussergebnisse im Frühjahr 2018 erwartet, wenn die Masterarbeit veröffentlicht wird. Dann informieren wir auch an dieser Stelle über Daten und Fakten.

 

Ein kurzes Fazit vorab: Am Ende beider Tage war aus “schief“ wieder “gerade“ gemacht.

 

Weitere Eindrücke sind in der Bildergalerie zu finden.

 

14. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Cavallo Academy

 

Toller Tag, Sonne satt, schöne Pferde, interessante Menschen sowie lehrreiche Vorführungen und spektakuläre Shows – so lässt sich die diesjährige Cavallo Academy am 8. Juli im Wickrather Schlosspark kurz und knapp umschreiben.

 

Für die VFD hielt Udo Lange am Infostand die Fahrleinen fest in der Hand, während die VFDkids aus Mönchengladbach im Showring unterwegs waren. Darüber hinaus präsentierten Recklinghäuser VFD’ler mit Unterstützung von Jenny Wild und Peer Classen, wie eine Sattelanpassung im Blickwinkel der Osteopathie abläuft.

 

Viele schöne weitere Eindrücke gibt es in der Bildergalerie.

 

14. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 



Let's party

Sommerfest der VFD Kreis Recklinghausen

 

wann:  Freitag, 7. Juli 2017

            Beginn 19 Uhr

wo:      Hof Stoffers

            Bußmannstraße 62A

            45896 Gelsenkirchen-Hassel

 

Wer mag, darf gerne 'nen leckeren Salat oder Nachtisch zum Buffet beisteuern. Für sportliche Gäste ist wie immer ein lustiges Ballspiel in der Longierhalle geplant.

 

04. Juli 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Rechtstipp im Juli

Zusicherung bei Pferdeverkäufen

 

Seit dem 01.01.2002 gilt ein neues Pferdekaufrecht, das die Rechte des Pferdekäufers stärkt. Zentrale gesetzliche Regelung ist jetzt der § 437 BGB: „Ist die Sache mangelhaft, kann der Käufer, wenn die Voraussetzungen der folgenden Vorschriften vorliegen und soweit nicht ein anderes bestimmt ist, 1. nach § 439 BGB Nacherfüllung verlangen, 2. nach den §§ 440, 323 und 326 Abs. 5 BGB von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 441 BGB den Kaufpreis mindern und 3. nach den §§ 440, 280, 281, 283 und 311 a BGB Schadensersatz oder nach § 284 BGB Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.“

 

Entscheidend ist auch, dass sich die Verjährungsregelung geändert hat. Die Verjährung wird durch § 438 BGB auf zwei Jahre ausgedehnt. Seit dem 01. Januar 2002 ist die Beweisführung für den Käufer eines Pferdes leichter geworden. § 476 BGB sieht die so genannte „Beweislastumkehr“ vor. Er besagt inhaltlich folgendes: „Zeigt sich innerhalb von 6 Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.“

 

Im Ergebnis ist der Verkäufer eines Pferdes seit dem 01. Januar 2002 gut beraten, einen Kaufvertrag schriftlich abzuschließen.

 

Ein weites „juristisches Feld“ sind die Zusicherungen im Rahmen des Abschlusses eines Pferdekaufvertrages.

 

Das OLG Schleswig hat in einem Urteil vom 23.11.1977 (4 U 128/76) entschieden, dass beim Kauf eines Pferdes der Verkäufer, abgesehen von den Hauptmängeln, nur Gewähr zu leisten hat, wenn er die Gewährleistung für Fehler besonders übernommen oder eine Eigenschaft des Tieres zugesichert hat. Eine Zusicherung bestimmter Eigenschaften kann nicht schon darin gesehen werden, dass während der Vertragsverhandlungen über den Verwendungszweck des Pferdes gesprochen worden ist oder dass der Verkäufer den geplanten Verwendungszweck kannte.

 

Bereits im Jahre 1966 hat der BGH ausgeurteilt, dass beim Pferdekauf der Verkäufer nicht für fahrlässig unrichtige Angaben über die Beschaffenheit des Tieres oder für fahrlässiges Verschweigen von Fehlern, die nicht zu den Hauptmängeln gehören, haftet (BGH, Urteil vom 05.10.1966, NJW 1966, 2352).

 

Bezüglich eines Kaufvertrages, der im Rahmen einer Auktion abgeschlossen worden ist, hat das OLG Celle am 18.12.1975 entschieden, dass dann, wenn die Haftung des Verkäufers in den Versteigerungsbedingungen ausdrücklich auf die dort angeführten Tatbestände beschränkt worden ist, an das Vorliegen einer bindenden vertraglichen Zusicherung strenge Anforderungen zu stellen sind. Sind im Versteigerungskatalog allgemeine Beschreibungen über die Eigenschaften eines Pferdes enthalten, so kann darin regelmäßig nicht die vertragliche Zusicherung besonderer Eigenschaften gesehen werden; es handelt sich vielmehr um allgemeine Anpreisungen (OLG Celle, NJW 1976, 1507).

 

Das OLG Frankfurt/Main hat am 09.12.1994 (2 U 114/94) entschieden, dass Erklärungen des Verkäufers, dass das Pferd sich in einem „einwandfreien gesundheitlichen Zustand“, oder das Pferd „leide an keinen gesundheitlichen Fehlern“, oder „das Pferd sei völlig gesund“, jedes für sich Zusicherung einer Eigenschaft darstellt, mit der Folge, dass der Käufer die Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangen kann, wenn die Zusicherung tatsächlich nicht zutrifft.

 

Im Jahre 1999 (Urteil vom 11.11.1999; 1 S 420/98) hat das LG Lüneburg entschieden, dass eine Zusicherung einer Eigenschaft dann vorliegt, wenn der Verkäufer über eine unverbindliche Beschreibung oder Anpreisung der Kaufsache hinaus zu erkennen gibt, dass er für den Bestand der betreffenden Eigenschaft an der Kaufsache einstehen will. Eine solche Zusicherung ist anzunehmen, wenn der Verkäufer eines Pferdes im schriftlichen Kaufvertrag durch den Verweis auf die aktuell von ihm eingeholte tierärztliche Bescheinigung deutlich macht, dass er für die darin attestierte Gesundheit des Pferdes besonders einstehen will.

 

Ein aktuelles Urteil zu diesem Thema findet große Beachtung! Das OLG Zweibrücken hat am 13.01.2011 (4 U 34/10) über die Rückabwicklung eines Kaufvertrages über ein Pferd zu entscheiden gehabt. Dem Fall lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Kläger, ein Hobbyfahrer, kaufte bei der Beklagten, die eine Pferdezucht betreibt, ein Pferd, welches er für Gespannfahrten benutzte. Die Parteien des Rechtsstreits streiten darum, ob hier eine zugesicherte Eigenschaft vorliegt. Im schriftlichen Kaufvertrag hatte die Beklagte aufgenommen, dass das Pferd „unter keinen Krankheiten leidet“.  Der Kläger holte das Pferd am 20. November 2006 ab und zahlte den Kaufpreis.  Im Jahr 2007 verkaufte er es an einen Dritten weiter, von welchem er das Tier zurücknahm, nachdem der Käufer gegenüber dem Kläger Mängel gerügt hatte. Am 24. Februar 2007 wurde das Pferd auf Veranlassung des Dritten bei einem Tierarzt untersucht. Der Tierarzt fertigte Röntgenaufnahmen und diagnostizierte eine arthrotische Veränderung an dem linken Vorderbein und daraus resultierend eine Lahmheit des Pferdes. Das Pferd sei deshalb zur Ausübung des Fahrsportes ungeeignet. Nachdem die Beklagte eine Aufforderung des Klägers, sich wegen der festgestellten Mängel mit ihm in Verbindung zu setzen, unbeachtet gelassen hat, erklärte der Kläger mit Schreiben seiner Prozessbevollmächtigten vom 11.05.2007 den Rücktritt vom Kaufvertrag. Mit seiner Klage begehrt der Kläger u.a. die Rückzahlung des Kaufpreises und die Zahlung von Schadensersatz. Erstinstanzlich ist die Beklagte – im wesentlichen- entsprechend den vom Kläger gestellten Anträgen verurteilt worden.

 

Mit ihrer Berufung bekämpft die Beklagte das Urteil im vollen Umfang. Das OLG Zweibrücken hat der Berufung stattgegeben. Es ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Kläger gegen die Beklagte weder einen Anspruch auf Rückabwicklung des geschlossenen Kaufvertrages noch auf Ersatz von Unterstellkosten oder Schadensersatz hat. Der Kläger habe nicht bewiesen, dass das Pferd zum Zeitpunkt der Übergabe an ihn mangelhaft war. Erstinstanzlich hatte das Landgericht angenommen, dass ein Rücktrittsrecht des Kläger bestehe, weil die von dem Sachverständigen festgestellte Arthrose des Pferdes gegen die schriftliche Vereinbarung im Kaufvertrag verstoße, dass das Tier nicht an verdeckten Mängeln oder Verletzungen oder einer Krankheit leide. Dem ist das OLG Zweibrücken nicht gefolgt. Zu Recht hat bereits der Einzelrichter erstinstanzlich ausgeführt, dass in der Erklärung der Beklagten keine Garantie der Beklagten enthalten ist. Eine Garantie ist anzunehmen, wenn der Verkäufer eine bestimmte Eigenschaft der Kaufsache in der Weise zusichert, dass er bindend die Gewähr dafür übernehmen will, dass die verkaufte Sache diese Eigenschaft hat und er in allen Fällen des Fehlens der Beschaffenheit dafür einstehen will (BGH 29.11.2006). Eine echte Garantie kann noch nicht in der Versicherung gesehen werden, dass das Tier keine verdeckten Mängel oder Verletzungen habe, weil solche Äußerungen keine Gewährsübernahme bedeuten, sondern lediglich eine Aussage über den Kenntnisstand und die Redlichkeit des Verkäufers enthalten (BGH Urteil vom 07.03.2003; Palandt/Weidenkaff, BGB, § 443 Randnr. 11). Dass die Beklagte darüber hinaus einschränkungslos erklärt hat, dass das Tier auch an keiner Krankheit leide, bedeutet keine darüber hinausgehende eigenständige Garantie hinsichtlich der Abwesenheit jeglicher Erkrankung. Ob eine Garantie vorliegt, ist nach dem Inhalt der Erklärung gemäß §§ 133, 57 BGB auszulegen. Daraus ergibt sich, dass die Erklärung, dass das Tier an keiner Krankheit leide, keine weitergehende Bedeutung hat, als die voranstehende Versicherung, dass das Pferd nach dem Wissen des Verkäufers keine versteckten Mängel oder Verletzungen aufweise. Die Äußerung der Verkäuferin über die Abwesenheit von Krankheiten kann ebenfalls nur dahin verstanden werden, dass das Tier nach der Kenntnis des Verkäufers gesund sei. Dass sie nur ihren Kenntnisstand und ihre Redlichkeit mitteilen wollte, bestätigt auch, dass die Beklagte dem Kläger angeboten hat, dass dieser das Pferd vor einem Erwerb tierärztlich untersuchen lassen könne. Zu Recht ist der Einzelrichter deshalb davon ausgegangen, dass die genannte Erklärung der Beklagten zum Gesundheitszustand des Tieres nur eine Beschaffenheitsvereinbarung im Sinne von § 434 Abs. 1 Satz 1 BGB enthält und keine Garantie darstellt.

 

Grundsätzlich können Gegenstand einer solchen Vereinbarung alle gegenwärtigen Eigenschaften einer Kaufsache sein. Mit ihrer Beschaffenheitsangabe wollte die Beklagte nicht erklären, dass das Pferd frei von jeder Normabweichung sei. Denn bei Tieren entspricht nicht jede Abweichung von der biologischen oder physiologischen  „Idealnorm“ einem Sachmangel. Diese Wertung trägt dem Umstand Rechnung, dass es sich bei Tieren um Lebewesen handelt, die einer ständigen Entwicklung unterliegen und die –anders als Sachen- mit individuellen Anlagen ausgestattet und dementsprechend mit sich daraus ergebenden unterschiedlichen Risiken behaftet sind. Gewisse –erworbene oder genetisch bedingte- Abweichungen vom physiologischen Idealzustand  kommen bei Lebewesen erfahrungsgemäß häufig vor. Der Käufer eines Fahrpferdes kann deshalb redlicherweise nicht erwarten, dass er ohne besondere Vereinbarung ein Tier mit „idealen“ Anlagen erhält, sondern muss im Regelfall damit rechnen, dass das von ihm erworbene Tier in der einen oder anderen Hinsicht physiologische Abweichungen vom Idealzustand aufweist, wie sie  für Lebewesen nicht ungewöhnlich sind. Auch die damit verbundenen Risiken für die spätere Entwicklung des Tieres sind für Lebewesen typisch und stellen für sich genommen noch keinen vertragswidrigen Zustand dar. Der Verkäufer eines Tieres haftet nicht für den Fortbestand des bei Gefahrübergang gegebenen Gesundheitszustandes (BGH Urteil vom 07.02.2007). Die Erklärung der Beklagten kann deshalb nicht dahin ausgelegt werden, dass das Pferd der biologischen oder physiologischen Norm entsprechen sollte, sondern nur dahin, dass das Pferd keine Mängel aufweise, welche den vom Käufer erstrebten –der Beklagen bekannten- Verwendungszweck beeinträchtigten, mithin dass das Pferd zur Ausübung des hobbymäßigen Fahrsports geeignet war und keine Krankheiten oder Verletzungen aufwies, welche dieser Betätigung entgegenstanden.

 

Vorliegend hat der Kläger eben nicht bewiesen, dass das Pferd bei der Übergabe an ihm an einer Beeinträchtigung in diesem Sinne litt. Das bei der tierärztlichen Untersuchung festgestellte Lahmen des Tieres stellt –isoliert betrachtet- einen Mangel dar. Für diesen kann aber nicht von der zeitlichen Vermutung des § 476 BGB ausgegangen werden, dass der Mangel bereits bei Übergabe an den Kläger vorlag. Zwar gilt diese Vorschrift auch beim Tierkauf, allerdings kann die Vorschrift nicht uneingeschränkt auf den Tierkauf angewandt werden, weil Tiere, wie bereits vorerwähnt, keine Sachen sind, sondern während ihrer Lebenszeit einer ständigen Entwicklung und Veränderung ihrer körperlichen und gesundheitlichen Verfassung unterliegen, nicht nur vom Alter und Anlagen, sondern auch von ihrer Haltung beeinflusst werden. Es ist deshalb eine differenzierte Beurteilung je nach der Art der Erkrankung oder des sonstigen Mangels erforderlich, wobei allein eine Ungewissheit über den Entstehungszeitpunkt einer Beeinträchtigung die Vermutungsregelung de § 476 BGB noch nicht ausschließt, weil diese sonst gerade in den Fällen leer liefe, in denen der Entstehungszeitpunkt nicht zuverlässig festgestellt werden kann.

 

Vorliegend kommt eine Anwendung des § 476 BGB nicht in Betracht. Die Ursache des Lahmens des Pferdes kann nicht festgestellt werden. Im Rahmen seiner Zeugeneinvernahme hat der Sachverständige ausgeführt, dass die Lahmheit auf verschiedenen Ursachen beruhen kann. Folglich ist hier nur ein Symptom, nicht aber dessen Ursache diagnostiziert worden.

 

Bereits an dem unterschiedlichen Ausgang des erstinstanzlichen und zweitinstanzlichen Verfahrens ist zu erkennen, wie „weit das juristische Feld“ hier ist.

 

Im Ergebnis empfiehlt es sich daher möglichst ganz klare schriftliche Absprachen beim Pferdekauf zu treffen.

 

Weitere Rechtsfälle und Informationen über unsere jagdreitende und gespannfahrende Rechtsanwältin Ortrun Voß gibt es hier.

 

01. Juli 2017, Autor: Ortrun Voß / Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Neues aus Übersee

Günter Wamser und Sonja Endlweber

 

Sommer 2017 - unsere Pläne, Träume und Ideen: 

Ich sitze im alten Farmhaus der Fiddle River Ranch im schönen Robson Valley in British Columbia. Leni kuschelt sich unter der warmen Decke an meine Seite. Hier in Kanada zeigt sich der Sommer erst sehr schüchtern. Draußen erwacht gerade ein strahlend schönen Morgen. Tau glitzert in den Wiesen, die alten Fensterscheiben lassen das Vogelgezwitscher herein, im Radio läuft leise Country Music. Trotz der friedlichen Stimmung kribbelt es in mir, ich kann kaum noch ruhig sitzen.

 

2 neue Projekte, auf zwei Kontinenten
Nächsten Dienstag soll es losgehen. Ohne es abgesprochen zu haben, wollen Günter und ich am selben Tag zu neuen Abenteuern aufbrechen - allerdings auf zwei Kontinenten.

Rebelde & Gaucho“ – so hat Günter sein Segelboot getauft – wird seinen Heimathafen Freudenberg verlassen, nachdem Günter das Schiff den Winter über bei uns zuhause renoviert hat. Über die Wasserwege - Rhein, Main, die französischen Kanäle und schließlich auf der Rhone wird Günter sein Schiff ans Mittelmeer fahren. Vier Wochen wird die Reise dauern. Im Herbst sollen dann die Segel gesetzt werden. Die Reise über den atlantischen Ozean kann beginnen.

 

Vier Wochen alleine in den Bergen...

Mein Abenteuer fällt traditioneller aus. Gemeinsam mit Leni, Rusty und Lightfoot will ich durch die Chilcotin Mountains im Südwesten British Columbias reiten und damit nicht nur ein neues Gebiet erkunden, sondern auch ausprobieren, wie es ist alleine unterwegs zu sein. Vier Wochen alleine in den Bergen – na bin ich froh, dass ich wenigstens die Tiere, und somit Zuhörer für meine Selbstgespräche habe!

 

...manchmal ist Freiraum wichtig, um seine Träume zu leben...

Günter und ich werden in den nächsten Monaten immer wieder getrennte Wege gehen, denn Leni und ich bleiben vorerst lieber am sicheren Ufer. Uns beide zieht es einfach immer noch nicht hinaus aufs Meer. Doch manchmal ist Freiraum wichtig, um seine Träume zu leben, und es gibt Gelegenheit neue Wege zu erkunden. Wäre ich sonst jemals auf die Idee gekommen, alleine mit meinen Pferden loszuziehen? Was mein Unterbewusstsein wirklich darüber denkt? Gestern habe ich mich ertappt, ich ritt fröhlich den Fluss entlang , ein Biber schwamm im Altarm, hoch über uns auf dem Wipfel einer Fichte saß ein Weißkopfseeadler, auf meinen Lippen ein alter Song von Rednex „Wish you were here…“.

 

Im August und September freuen wir uns schon auf unsere Gäste, mit denen wir auf Reittrekking in den Jasper Park und die Willmore Wildnis gehen werden. Nach all der Einsamkeit eine mehr als willkommene Abwechslung!

 

Neuer Vortrag: Der lange Ritt - 7 Jahre durch Amerika, Kanada & Alaska, Live-Reportage von Sonja Endlweber

Nicht nur, dass ich diesen Sommer alleine mit unseren Pferden unterwegs bin, ab Herbst 2017 werde ich mit einem neuen Vortrag ebenfalls alleine auf Tournee gehen – während Günter den Atlantik überqueren wird.

Ich möchte mit meinem Vortrag Mut machen, seinen eigenen Weg zu gehen. Denn wenn jemand wie ich seinen Traum leben kann, dann können es andere auch.

Los geht's im Oktober - alle Termine findet ihr auf unserer Homepage www.abenteuerreiter.de

 

Wir wünschen Euch einen schönen Sommer und

Always happy Trails,

Günter & Sonja

Juni 2017, Autor: Sonja Endlweber / Red.: G. Eichenberger

 


Manche mögen's heiß ...

Reitsportmesse Rhein-Main

 

... doch Beraten, Diskutieren, Vortragen, Anpreisen, Verkaufen, Bummeln, Shoppen und sogar einfaches Zuschauen bei flirrend-heißer Gluthitze waren einfach zuviel. So gab der ein und andere Aussteller sowie Messebesucher den Geist auf, verlor bei weit über 40 Grad Celsius staubtrockener Luft seine Sinne, streckte unvermittelt alle Viere von sich und fand sich in Bruchteilen einer Sekunde auf dem Bretterboden der Messehalle wieder. Ob dehydriert oder überhitzt, Linderung brachten nur literweise Wasser und heißer Minztee. Wir wählten Letzteres und so blieben wir von übermäßigen Schweißausbrüchen verschont. Überdies sorgten fünf eilends herbei geschaffte Ventilatoren im Turbodauerbetrieb für stetige Luftumwälzung. So konnten wir es an unserem Stand gut aushalten. Für das Überleben im Extremklima bestens ausgestattet - sowie selbstredend auch wegen unseres unschlagbar eindrucksvollen Angebotes - zählten wir zu den best frequentiertesten Messeständen. Von Punkt 9.30 Uhr bis etwa 15.30 Uhr gab es nicht eine Minute, in der wir Luft holen, geschweige denn auf's Stille Örtchen gehen konnten. Letzteres war auch gar nicht nötig, denn was wir oben reinkippten verdunstete aus sämtlichen unserer Poren.

 

Und ja, die Messe? Nun, zwei der drei überdimensionalen De Boer Zelthallen waren proppevoll gefüllt mit allerlei begehrenswertem Equipment rund ums Pferd. Es gab nahezu alles, was das klassische sowie westernbezogene Reiterherz begehrt, doch nichts für Kutschfahrer, Voltigierer, Polo- oder sonstige Spieler zu Pferd. Gelände- und Wanderreiter kamen lediglich an touristischen Ständen wie "Urlaub zu Pferd" - wie immer vertreten durch Herbert Schwahlen - auf ihre Kosten. Freizeitpferdesportler fanden im daneben gelegenen Messestand der VFD Rheinland-Pfalz kompetente und stets freundlich-lächelnde Ansprechpartner. Im dritten Messezelt befand sich die große Arena, in der von früh bis spät heitere bis spannende Shows gezeigt wurden. Zudem bescherten interessante und lehrreiche Vorführungen den Messebesuchern in einem kleinen Ring des Außengeländes zusätzliche Kurzweil.

 

Leider war es uns nicht möglich, alle Vorführungen unserer rheinland-pfälzischen VFD-Freunde mitzuerleben. Mangels Zeit schafften wir nur eine Schau zum Thema "Wanderreiten". Unter der Moderation von Sonja Schütz tölteten vier teils skurril kostümierte Reiter eine viertel Stunde im Kreis herum. Zwar erschloss sich uns das Thema nicht so ganz, doch erfreuten wir uns an den entzückenden Isis. Der samstägliche Expertenvortrag von und mit Anja Schmitz zum Thema "Grünlandwirtschaft mit Pferden" war allerdings top.

 

Herz zerreißend schön präsentierte Willy Schauberger täglich sein Rudel schwarz-weißer Border Collies und seinen ebenso farbigen Welsh Cob mit lustigen Clownerien. Das Ende jeden Messetages wurde durch Kaisers tolle Feuerschau eingeleitet.

 

Der absolute Knüllerknaller waren jedoch zwei französische Männer - ein Rechtsanwalt aus Paris, der andere aus La Rochelle. Echt lecker Schnittchen! Beide traten in einem Wettbewerb gegen ein superklasse Springpferd an, jedoch nicht zu Pferd, iwo! Auf bloßen Füßen überwanden die heißen Buben mannshohe Sprünge von über 1,70 Metern und ließen dabei Runde um Runde ihre Hüllen fallen. Echt 'ne heiße Show!

 

Wer einen kleinen Rückblick auf die vergangene Reitsportmesse Rhein-Main in Mainz werfen möchte, kann dieses in der Bildergalerie tun.

 

27. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Rien ne va plus

Schwere Sturmschäden im Rotbachtal

 

"Nichts geht mehr" in Grafenwald und Kirchheller Heide. Die Schäden des gestrigen Sturmtiefs sind größer, als zunächst angenommen. Was Reiter auf ihrem heutigen Ausritt in der Kirchheller Heide bis runter ins Rotbachtal erlebten, wurde durch Sichtungen der Regionalforstbehörde im Laufe des Tages bestätigt: das Wadgebiet rund um die von Reitern, Radlern und Wanderern beliebte Whisky Bude bleibt in den nächsten Wochen, vielleicht auch Monate, für die Öffentlichkeit gesperrt. Wie schon beim Orkantief Ela im Juni 2014 wurden zahlreiche große, stark belaubte Bäume in einer breiten Schneise entwurzelt und wie Mikadostäbchen kreuz und quer zu Boden geworfen. Birken, Buchen und sogar starke Eichen sind betroffen.

 

Sämtliche Wege südlich der Sträterei (Bohrlochweg in Richtung Grafenmühle sowie Hiesfelder Straße in Richtung Heidesee) sind komplett unpassierbar. Es gibt kein Durchkommen - nicht einmal zu Fuß. In nördliche Richtung sind Birkenweg sowie alle abzweigenden Querverbindungen zur Dorstener Straße gesperrt. Von der Whisky Bude kommt man zu Pferd, per pedes oder radelnd lediglich über die schnurgerade Dorstener Straße in Richtung Heidhofsee. Ebenfalls passierbar sind die Grafenstraße rund um den Schießstand sowie der Elchweg in Richtung Berger Straße. Auch die Wege rund um die Teufelssteine nördlich der Berger Straße haben zum Glück nichts abbekommen.

 

Wie es in den übrigen Waldgebieten der Kreise Recklinghausen, Coesfeld, Borken und Wesel ausschaut, ist derzeit noch nicht bekannt. Wir bleiben dran und informieren schnellstmöglich.

 

16. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Linda & Dana mit Lijandra, Heike Wedler mit Gaska sowie Monika Martin mit Curlyn hatten die Nasen im Extrem-Trail- Wettbewerb vorn.

Führung mit Herz präsentierte Anja Schwien, während Gaby Eichenberger für Way Out West und Katrin Obst für Sanihorse mit Unterstützung von Pferd Momo den vielen begeisterten Zuschauern Wissenswertes über Sattelanpassung sowie Gesunderhaltung vortrugen.

Starker Auftritt der VFD

Horseman Days 2017

 

Schlendern, Schauen, Sonnenbaden sowie Shoppen und all dies mit dem Duft von Pferden in der Nase - so könnten die ersten Horseman Days im niederländischen Equestrian Centre Peelbergen mit nur wenigen Worten treffend umschrieben werden. In drei Tagen wurde vieles geboten: Bodenarbeit und Freiheitsdressuren, Ranch Riding, Cutting und Roping, Barrel Race, Reining, Pleasure, Working Equitation, Stunt- sowie Trail Riding und all dies unter dem Titel "Horsemanship".

 

Mit von der Partie waren auch zahlreiche VFD'ler aus Recklinghausen sowie anderen Unterverbänden. Ob bei Auf- und Abbau, am Messestand, im Showring oder auf dem Turnierplatz - überall gaben unsere Freizeitpferdesportler ein tolles Bild ab.

 

Wie gewohnt, wurde in toller Zusammenarbeit mit Freunden und Partnern wie Way Out West, Peer Classen & Jenni Wild, Erich Busch und Sinclair Fleet, Anja Schwien sowie Katrin Obst viel Wissenwertes rund um Pferdhaltung, -training und -sport vermittelt.

 

In der International Extrem Trail Competition bewiesen Monika Martin, Heike Wedler, Dana Hilberath und Linda Fuhrmann mit ihren Pferden Curlyn, Gaska und Lijandra ihre Gelassenheit und Geschick. Hierbei wurden sie von angereisten Recklinghäuser VFD'lern mit viel Applaus angefeuert. Glückwunsch an Dana und Linda, die am Samstag die Team-Challange gewannen. Gratulation an Heike und Monika, die am Sonntag sowohl in Novice Level 1 geführt, als auch geritten die Konkurrenz anführten. Hierbei errang Heike mit Gaska die Plätze 2 und 1, Monika sicherte sich mit Curlyn die Plätze 3 und 2.

 

Überaus eindrucksvoll waren die Präsentationen der Rancharbeit mit den wirklich entzückenden, kleinen Rindern, die sich im großen Showring sehr kooperativ und keineswegs scheu oder angriffslustig zeigten. Insbesondere ihren Freilauf in den frühen Morgen- und späten Abendstunden genossen die Kleinen sichtlich sowie ohrenbetäubend hörbar.

 

Am Freitag und Samstag fanden die langen Turnier- bzw. Messetage in einer Abendshow ihren Ausklang. Letztere war eine Co-Produktion der Aussteller und Turnierteilnehmer. Schon bei der Probe hatten wir 'nen Heidenspaß. Mit den erst am Donnerstagabend spontan zusammengestellten Schaubildern wurden die Zuschauer auf eine fantasievolle Reise in die Geschichte des Horsemanship entführt; inszeniert von Tom Büchel, der selbiges Schauspiel als Conférencier begleitete.

 

Impressionen von den Horseman Days 2017 im Equestrian Centre Peelbergen in NL-Kronenberg gibt es in der Bildergalerie.

 

12. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 



Horseman Days 2017

VFD Kreis RE & Freunde mit dabei

 

Noch nichts für's nächste Wochenende geplant? Erstmals finden die "Horseman Days" bei unseren niederländischen Nachbarn statt. Von Recklinghausen bis Kronenberg sind es mit dem Auto gut 100 Kilometer, also ideal für einen Tagesausflug. Hier die vorläufigen Tagesprogramme.

 

Geboten wird:

Freizeitreiten, Horsemanship, Westernreiten, gepaart mit klassischen Aspekten und den nötigen Infos rund um die Pferdegesundheit

 

Highlight wird:

die Extreme-Trail-Competition am Samstag und Sonntag auf dem großzügigen Außengelände

 

Die Adresse lautet:

Equestrian Centre De Peelbergen

Travers 5 (Navigatonssysteem Peelstraat)

5976 PL, Kronenberg

Niederlande

 

Geöffnet ist die Messe:

Freitag von 13.00 Uhr - 18.30 Uhr 

Samstag und Sonntag jeweils von 9.30 Uhr - 18.00 Uhr

 

Tagestickets kosten:

6,00 EUR/Erwachsene

5,00 EUR/Kind

 

 07. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Boxenstopp Damme ausgebucht

 

Unser Reit- und Kutschfahrwochenende "Boxenstopp Damme" im September ist proppedickevoll. Wer es bis jetzt nicht geschafft hat sich anzumelden, darf es gerne für unser VFD-Wochenende in 2018 versuchen.

 

07. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


... und der Wagen rollt ...

Pfingstfahrerlager in Marl

 

Bei herrlichstem Sonnenschein kutschiert die Recklinghäuser VFD am derzeitigen Pfingstwochenende fröhlich trällernd durchs Vest Recklinghausen. Organisiert wurde der Spaß von Klaus & Mechthild Plägener und viele Gespannfahrer sowie Kutschgäste sind der Einladung gefolgt.

 

04. Juni 2017, Autor/Red.: G. Eichenberger

 



Wilde VFD

 

Am vergangenen Freitag lud Herzog Rudolf von Croÿ in die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch ein. Mit dabei war unser Recklinghäuser Senior Alfred, der beim Anblick der riesengroßen Wildpferdeherde und besonders der vielen kleine zauberhaften Fohlen zu Tränen gerührt war. Inmitten von mehr als 400 Wildpferden berichtete Försterin Friederike Rövekamp über die Geschichte der Wildlinge in NRW und blieb keine Antwort auf die teils sehr detaillierten Fragen der interessierten Gäste schuldig.

 

Für 2018 ist die VFD Kreis Recklinghausen herzlich eingeladen, mit den Wildlingen auf Tuchfühlung zu gehen und das beeindruckende Treiben im Merfelder Bruch hautnah zu erleben.

03. Juni 2017, Autor/Red.: Gabriele Eichenberger

 


Rechtstipp im Juni

Das Pferd als Verkehrsteilnehmer

 

Gemäß § 28 der StVO gehören Reiter nicht auf den Rad- oder Fußweg, sondern müssen auf der rechten Straßenseite reiten. Hierfür ist grundsätzlich die erforderliche Erfahrung notwendig. Bei einem Reitanfänger ist dies sicherlich nicht der Fall. Der  Gesetzgeber sieht für Reiter bei Dämmerung und Dunkelheit eine Beleuchtung vor. Sowohl beim Führen, als auch beim Reiten, soll eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht verwendet werden, die auf der linken Seite von vorn und hinten gut sichtbar ist. Damit soll eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer vermieden werden. Kfz.-Fahrer müssen grundsätzlich das Sichtfahrgebot einhalten. Dies bedeutet, dass sie nur so schnell fahren dürfen, dass sie vor einem schon auf der Fahrbahn befindlichen Hindernis in absehbarer Strecke anhalten können. Kommt es nun zu einer Kollision zwischen Reiter und Pkw ist zumindest ein Mitverschulden des Pferdehalters zu berücksichtigen, wenn dieser nicht für eine „ausreichende Beleuchtung“ Sorge getragen hat. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Pkw-Fahrer zu schnell gefahren sein sollte.

 

Bewegen sich Reiter auf stark befahrenen Straßen und zeigt das Pferd „Anzeichen von Nervosität“, so ist es geboten, dass der Reiter absitzt und das Pferd an der linken Seite führt. Grundsätzlich ist es als sorgfaltswidrig einzustufen, wenn zwei Pferde gleichzeitig geführt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob dies im Straßenverkehr geschieht oder auf privaten Flächen. Ein Mensch kann nicht gleichzeitig zwei Pferde kontrollieren. Sollte es beim Führen von zwei Pferden zu Schäden kommen, so ist immer ein Mitverschulden zugrunde zu legen.

 

Stets muss sowohl beim Reiten im Gelände als auch beim Reiten im Straßenverkehr ein geeigneter Sicherheitsabstand zum Vorderpferd eingehalten werden. Das OLG Hamburg hat diesen Sicherheitsabstand mit 10 m angegeben. Dieser Abstand  kann jedoch in Einzelfällen auch anderweitig bemessen werden. Grundsätzlich gilt, dass beim Bewegen im Straßenverkehr äußerste Sorgfalt an den Tag zu legen ist.

 

Weitere Rechtsfälle und Informationen über unsere jagdreitende und gespannfahrende Rechtsanwältin Ortrun Voß gibt es hier.

 

01. Juni 2017, Autor: Ortrun Voß / Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Pferdefreundlicher Heidhof

 

Sumedha Dharmasen ist Betreiber des Kiosks inmitten der Kirchheller Heide. Seit kurzem freut er sich, seinen Reitgästen einen großen Pferdeparkplatz anbieten zu können, damit Reiter und Pferde gleichermaßen entspannt auf dem Heidhof rasten können. Von Ostern bis zu den Herbsrferien ist der Kiosk täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Mit dem für bis zu 20 Pferde ausgelegten, eingezäunten Parkraum hat der Regionalverband Ruhr den Nerv der Reiterschaft getroffen. Klasse, also, nix wie hin! Hier gibt's nen ausführlichen WAZ-Artikel. 

 

29. Mai 2017, Autor/ Red.: Gabriele Eichenberger

 


Der frühe Vogel fängt den Wurm

Platz frei im Naturtrailpark Dülmen

 

Für Samstag, dem 5. August 2017 ist beim Tageskurs im Naturtrailpark Dülmen ein Platz frei geworden. Wer einspringen möchte, sollte sich schnellstens melden, da die Teilnahme stark begrenzt und sehr begehrt ist. Näheres unter Termine.

 

26. Mai 2017, Autor/ Red.: Gabriele Eichenberger

 


Pfingst-Fahrerlager

3. - 4. Juni 2017

 

Kurz vor Toreschluss haben unsere Fahrer noch eine kleine Ausschreibung nebst Nennungsformular erstellt. Alles steht zum Herunterladen in der Rubrik "Vest im Sattel" bereit.

 

23. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Surf & Turf auf dem Tulpenhof

Orientierungsritt und Trail in Oer-Erkenschwick

 

Sonntag war Grilltag. Zumindest für uns Parcours- und Stationshelfer, die über den ganzen Tag hinweg der prallen Sonne ausgesetzt waren. Allesamt wurden wir krebsrot gegrillt. Zeitgleich schrumpelten unsere Körper allmählich zu Dörrfleisch zusammen. Trotz alle dem hatten wir viel Spaß, denn die gut 150 Teilnehmer unserer Jahresgroßveranstaltung boten uns jede Menge kurzweilige Unterhaltung. Wie bei ARD und ZDF saßen wir sprichwörtlich in der 1. Reihe.

 

Nach drei Jahren in der Hohe Mark kehrten wir für unseren alljährlichen O-Ritt nach Oer-Erkenschwick zurück. Wir waren zu Gast auf dem Tulpenhof von Patrick Katemann und Diana Wienstein. Von Bentheim bis Remscheid und von Kleve bis Warendorf - von überall her kamen unsere diesjährigen Teilnehmer. Wie immer war unser Orientierungsritt bereits lange vor Ablauf der Nennungsfrist ausgebucht. Lediglich für die Trails konnte man sich bis zuletzt anmelden. Wie immer startete die erste Gruppe nach Ausrüstungs- und Pferdecheck um 8 Uhr in den Orientierungsritt.

 

Mit Anatomie und feucht-fröhlicher Maßarbeit wurden sie an der ersten Station von Klaus Betzhold und Reiner Bramkamp auf die Probe gestellt. Ehrlich gesagt haperte es bei den meisten Teilnehmern arg an Basiswissen über Pferdekunde. Doch beim Füllen des Messbechers zeigten nahezu alle Reiter ausreichende Qualitäten als Oberkellner. Danach ging’s in den Wald ins Jammertal, wo Alex Lange-Grosch und Claudia Kubicki mit den nächsten Stationsaufgaben warteten: Hula Hoop Zielwurf und Bestimmung von Gangarten und Schrittfolgen. Richtung Westen war die dritte Station zu erreichen, wo es galt, aus einem Buchstabensalat das passende Lösungswort “Gelaendereiter“ zu bilden. Darüber hinaus wurde eine grafische Denksportaufgabe gestellt. Von dort aus mussten die Reiter zum Baumkreuz St. Johannes. Hier galt es die Burg von Fräulein Leonie und Ritter Heinz Frese zu erobern. Burggraben und Zugbrücke mussten überwunden und Geschützanlagen bewältigt werden, bevor die Reiter in den Burghof vorrücken konnten. Eine tolle Geschichte hatten sich die beiden ausgedacht. Vom Baumkreuz ging es zurück zum Tulpenhof, wo Sina und Petra van Cleve sowie Alessia Schmidt die Reaktionsschnelligkeit der Reiter beim großen Schneckenhaus testeten. Kein Teilnehmer patzte hierbei, klasse! Jedoch, bei der Abfrage der Baumsilhouetten waren sämtliche Teilnehmer überfordert. Durchweg beschwerten sich alle, dass die Blätter auf den Grafiken nicht zu erkennen seien – ganz klar, denn bei dieser Aufgabe ging es um die Bestimmung der Bäume mittels Erkennen der Umrisse. Dem großen Spaß tat dies jedoch keinen Abbruch.

 

Wer jetzt noch genügend Energie hatte, zeigte sein Geschick im geführten und/ oder gerittenen Trail. “Toll“, waren einhellig die Aussagen zu unserem Parcours: Engpass mit Kreisel, Besenpolo, Brücke, Stangen-L, Verkleidung, ein Agility-Sprung, Sackkran, Bohrloch und Ringstechen.

 

Zum Ende des langen Turniertages wurden die Sieger und Plazierten gekürt. Überragende Leistungen zeigten unsere Junioren in den Geschicklichkeitsparcours. Greta Schürmann ging als Gewinnerin dieser Prüfung hervor. Bei den Senioren siegte Svea Schmidt im O-Ritt, Kirsten Schröter gewann den geführten Trail und Filiz Körner holte sich den Sieg im gerittenen Trail. Den Wanderpokal der VFD Kreis Recklinghausen errang erstmalig Svea Schmidt.

 

Alle Platzierungen stehen zum Herunterladen bereit. Darüber hinaus können 1000 Fotos in der Bildergalerie angeschaut werden. Viel Spaß beim Schmökern!

 

 23. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

Fotos: u.a. Saskia Eichenberger

 

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Platzierungen
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Boxenstopp Damme

Wanderreit- und Kutschfahrwochenende

 

Horrido, die Ausschreibung zu unserem diesjährigen Wanderreit- und Kutschfahrwochenende ist online. Ab jetzt kann sich jeder online anmelden. "Wer zuerst kommt malt zuerst!", also wartet nicht mit Eurer Anmeldung, denn wenn's Stüblein voll ist wird auch vor Nennungsschluss dicht gemacht.

 

Details gibt es in der Rubrik Termine.

 

17. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Balanceakt

VFD im Naturtrailpark Dülmen

 

Entgegen aller Wettervorhersagen ließ Petrus die Schleusen des Himmels geschlossen und schickte statt Blitz und Donnerwetter durchweg strahlenden Sonnenschein hernieder. Und so genossen wir – trotz großer geistiger und körperlicher Anstrengungen für Pferde und Menschen -  am vergangenen Samstag einen spannenden Tag im Naturtrailpark Dülmen. Warum anstrengend?

 

Nun, uns Zwei- und Vierbeinern wurden gut sieben Stunden Step-Aerobic über Planken, Podeste, Brücken sowie überdimensionale Stufen abverlangt. Dazu mächtig viel Gehirnarbeit, wie das Pferd an der Hand sowie unter dem Sattel am optimalsten über, durch oder unter verschiedenste Hindernisse zu manövrieren ist. Einige wenige Pferde wollten zwar vollkommen schreckfrei jedes Hindernis von Beginn an alleine meistern, doch darauf kam es im Trailpark nicht an. Ziel bei der Bewältigung der Hindernisse war es, das Pferd kontrolliert hinter sich her zu führen, es alternativ auf Schulterhöhe zentimetergenau zu dirigieren oder es voran zu schicken - und all jenes, auf Distanz sowie an locker durchhängendem Führstrick. Das bedeutete: auch die vermeintlichen “Alleskönner“ mussten auf die Schulbank zurück und alle begannen bei “ABC“ und dem kleinen “1x1“. Wann immer die Verständigung zwischen Mensch und Pferd klemmte, weil es zum Beispiel an korrekten Signalen fehlte, ging unsere Lehrmeisterin Anja Beckmann helfend zur Hand.

 

Unterdessen heizte unser Gastgeber Michael Beckmann den Grill an, damit wir in der großen Mittagspause die verbrauchten Kalorien mittels herzhafter und süßer Leckereien durch neue Energie ersetzen konnten. Letztgenannte brauchten wir dringend, denn bei der anschließenden Trailrunde kam zum Führen das Reiten hinzu. Hier zeigte sich, wie sehr die Pferde ihre Erfahrungen vom Vormittag verinnerlicht hatten. Was wir zuvor an der Hand übten, konnte beinahe durchweg ohne Zögern auch unter dem Sattel umgesetzt werden.

 

Toll war, dass dieser VFD-Termin wieder einmal eine Veranstaltung für die ganze Familie war. Fast alle Pferde wurden von ihrer gesamten zweibeinigen Familie begleitet, was zur Folge hatte, dass beinahe jeder mal mit Führen oder Reiten dran war. Lediglich unser ältester Zuschauer Alfred (82 Jahre) beschränkte seine Teilnahme auf das Mitfiebern von der Zuschauertribüne aus und unser für’s Reiten leider viel zu groß geratene Kulturattaché Wolfgang übernahm das Fotografieren. Wann immer beide Herren beieinander saßen übernahmen sie die Rollen der Muppets “Statler und Waldorf“ und brachten Kalauer zum Besten.

 

In Vorfreude erwarten wir im Juni den zweiten Termin im Naturtrailpark Dülmen. Auch dann gilt es wieder für acht Pferde, unüberwindlich scheinende Herausforderungen mit ihren Führern bzw. Reitern bestmöglich zu meistern.

Viele weitere Eindrücke gibt es in der Bildergalerie.

 

 

15. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

Fotos: u.a. Saskia Eichenberger