April - Juni

Berichte, news und mehr ...

in chronologisch absteigender Reihenfolge


Keine Pferdesteuer in Porta Westfalica

 

Mit der Begründung, dass der Ertrag der Pferdesteuer nicht den hohen Verwaltungsaufwand rechtfertige sowie darüber hinaus davon auszugehen sei, dass eine ebenfalls nicht abzuschätzende Anzahl von Pferdehaltern die Haltung ihrer Pferde in eine Nachbarkommune verlegen würde, wurde am gestrigen Mittwoch im Finanzausschuss der Stadt Porta Westfalica die Einführung einer Pferdesteuer einstimmig abgelehnt.

 

Am Beispiel von Porta Westfalica zeigt sich wieder einmal deutlich, dass eine Zusammenarbeit verschiedener Verbände aus Pferdesport, Tourismus und Politik von Beginn an unerlässlich ist, um große Ziele zu erreichen. Hierbei kann es immer wieder von Vorteil sein, über den Tellerrand einer Kommune hinaus zu schauen und, soweit möglich, auf Erfahrungswerte von Experten anderer Regionen zurück zu greifen. Insofern freuen wir Recklinghäuser uns, dass unsere Saat, die wir - zusammen mit Christine Enders (VFD Paderborn) im Dezember 2015 auf einer Informationsveranstaltung in Porta Westfalica legten - nun aufgegangen ist.

 

11. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


O-Ritt 2017

Wichtiger Straßenverkehrshinweis

 

Wegen der sechsspurigen Erweiterung und der damit verbundenen Abrissarbeiten von Brücken und Schildern, wird die Autobahn A 43 im Bereich zwischen Autobahnkreuz Recklinghausen und Recklinghausen-Zentrum von Freitagabend, 19. Mai bis Montagmorgen, 22. Mai komplett gesperrt.

 

Teilnehmer unserer Veranstaltung in Oer-Erkenschwick sollten sich frühzeitig über Alternativrouten informieren.

 

10. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Vogelschau mit Britta Müller

 

Details und Termine gibt es in unserer Rubrik NATURpur.

 

Lichtbildvortrag: Gartenvögel

Exkursion: Wasservögel am Marler City-See

Exkursion: Brutkolonie der Schneegänse

 

10. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

Foto: Britta Müller
 


Neue Rittführer in NRW

 

Glückwunsch! Gleich fünf Freizeitreiter der VFD ließen sich am vergangenen Wochenende zum Rittführer prüfen und können somit fortan ihr erlangtes Wissen und Können bei Reitveranstaltungen zur Verfügung stellen. (v.l.n.r.):

 

Peter Kröger, VFD Kreis Unna

Eyske Frey, VFD Herscheid

Marion Obermöller, VFD Mettmann-Velbert sowie

Nina Gögen, VFD Kreis Recklinghausen
 

dürfen sich künftig als Geländerittführer VFD bezeichnen und

 

Ute Lindhorst, VFD Mettmann-Velbert (2.v.l.)

 

wird forthin als Wanderrittführer VFD fungieren.

 

Unter den kritischen Augen von Susanne Würsig, auf obigem Bild rechts zu sehen, wurde das in den vergangenen 12 Monaten erlernte Wissen und Können von Rittplanung über die Erstellung einer Ausschreibung bis hin zur Rittdurchführung geprüft. Die Prüfung dauerte ganze zwei Tage, bei der in Wald, freier Landschaft sowie im Straßenverkehr geritten wurde und beinhaltete unter anderem:

 

Aufzäumen und –satteln, Gepäckzusammenstellung und –aufladung, Ausrüstungskontrolle, Kartenvorbereitung und Reitplatzprüfung, Startbriefing, wechselnde Rittführung in allen Gangarten, Gruppenentfernung sowie Außer-Sicht-Trennung, Orientierung mittels Himmelsrichtungs- und Positionsbestimmung, Pausenvorbereitung und –durchführung, Giftpflanzenbestimmung, Querungen von Straßen, Bahnlinien und Schifffahrtswegen, Verhalten bei randalierenden Passanten, Sofortmaßnahmen am Unfallort und Vermittlung touristisch interessanter Informationen sowie schließlich Übernachtung inklusive Pferde- und Teilnehmerumsorgung sowie der schriftlichen Prüfung. 

 

Das Übernachtungsquartier lag inmitten der Großstadt Recklinghausen. Der Weg dorthin sowie am nächsten Tag zurück verlief unter besonders erschwerten Bedingungen, denn derzeit beherrscht Partystimmung das nördliche Ruhrgebiet. Seit Maianfang laufen die Ruhrfestspiele, in der Haard brennt der Kohlenmeiler, Kanalfestivals und Oldtimercorsi füllen Asphalt- sowie Wasserstraßen. Darüber hinaus werden allerorts Open-Air-Konzerte und Zeltpartys veranstaltet. Kurz, das Vest Recklinghausen vibriert oder wie wir hier zu sagen pflegen, “Es brodelt im Pott“. Täglich sind tausende Ausflügler zu Fuß, per Rad, auf Motorrädern oder Booten sowie in ihren Autos unterwegs – sowohl auf den Straßen, als auch in den Wäldern des Naturparks Hohe Mark.

 

Waren die Prüflinge nach ihrem Erste-Hilfe-Einsatz einer unter einem Baum begrabenen, schwer verletzten Person noch zum Scherzen aufgelegt, verging ihnen das Lachen, als sie zwischen einen Ernteeinsatzes gerieten. Tonnen von Silage wurden eingefahren und unzählige monströse Zugmaschinen donnerten im 3-Minuten-Takt die gesamte Straßenbreite einnehmend an der Reitergruppe vorüber, so dass diese sich jedes Mal nur durch eine beherzte, jedoch stets kontrollierte Flucht ins angrenzende Unterholz retten konnte. Die Entscheidung, der besonderen Gefahr über einen Alternativweg komplett zu entrinnen, brachte die angehenden Rittführer vor neue Herausforderungen, denn jeder gewählte Pfad endete in einer Sackgasse aus künstlichen Barrieren, Dickicht, moorigen Tümpeln oder bestellten Feldern. Dank tüchtigen Lernens sowie mehr als 100 Stunden an Trainingsritten in Wald und Straßenverkehr meisterten die Prüflinge auch diese Schwierigkeiten.

 

Für die schriftliche Prüfung hatte Susanne Würsig ganz besondere Aufgaben vorbereitet; eine Sammlung an Fragen, die in Prüfungen anderer VFD-Landesverbände wie Rheinland-Pfalz und Niedersachsen gestellt werden. Drei DIN-A4 Seiten mit 18 Aufgaben, die größtenteils nochmals mehr als 6 Untergliederungen hatten. Ganz schön schwer - insbesondere im Anschluss eines 10-stündigen Reittages und einem Bäuchlein füllenden Abendessen, nach dem die Examinanden alles andere als zu Denksportaufgaben aufgelegt waren. Schließlich wurde auch diese Herausforderung von allen gemeistert. 

 

Bei Eintreffen der Reitergruppe auf dem Oer-Erkenschwicker “Tulpenhof“ am Spätnachmittag des zweiten Prüfungstages wurden die Kandidaten von zahlreichen Einstallern mit großem “Hallo“ und herzlichen Glückwünschen begrüßt. Hofbetreiberin und Gastgeberin Diana Wienstein zauberte mit Hilfe unserer lieben VFD-Freundin Laura Ziemke ein tolles kalt-warmes Festessen. Als Belohnung für die vielen Mühen der langen Prüfungstage sowie der vergangenen 12 Übungsmonate, erhielten alle nunmehr Examinierten unter Jubel und Applaus ihre Rittführerausweise aus Susanne Würsigs Händen. Nochmals, herzlichen Glückwunsch und stets ’Gut Ritt’ bei künftigen Unternehmungen.

 

Eine umfangreiche Fotodokumentation der Rittführerprüfung gibt es in der Bildergalerie für Tag 1 und Tag 2.

 

 08. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Alles neu macht der Mai

 

Zu einem Mairitt in der Erler Heide stellten sich am gestrigen Montag 10 VFD-Reiter ein - 4 behütete Cowboys und 6 Ladies. Leider war ihnen Petrus nicht ganz wohl gesonnen, denn statt des erhofften strahlend-warmen Sonnenscheins schickte er seine flüssig-kalten Schweißperlen zur Erde hernieder, die uns im Laufe des gut fünfstündigen Rittes reichlich durchnässten. Trotzdem tat dieses unserer guten Laune keinen Abbruch. Die Wege waren klasse und die Gruppe so harmonisch, dass weite Strecken getrabt wurde und der lange Galopp vom Früjahrsritt zwischen den Bundesstraßen B58 und B224 wiederholt werden konnte; vorne die hurtigen, dahinter die immer schneller werdenden und am Schluss die Jungpferde-Reiter.

 

Nach der Waldtour ging's zu Old Buffalo nach Rahde, der uns jedoch leider entgegen unserer Absprache nicht in seinem Westerndorf empfing. Pausiert wurde trotzdem und zwar in einem kleinen Holzverschlag neben dem Ziegenstall, wo mitgebrachte Frikadellen und Würstchen verspeist wurden. Da die Saloontür des kleinen Westerndorfes offen stand nahmen wir an, das Old Buffalo vor dem Regen geflüchtet war und zwischenzeitlich ein heißes Bad nahm. Nun denn, als die Pferde erholt waren und die hoch rossigen Stuten den armen Wallachen mehr als genug betörende Düfte entgegen gespritzt hatten, traten die wir den Rückritt an. Nächstes Mal bei Sonnenschein!

 

02. Mai 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



Tanz in den Mai

Großstadtritt durch Recklinghausen

 

Getanzt wurde, jedoch nicht auf dem Parkett sondern auf Asphalt.

 

Am vergangenen Sonntag trainierten fünf Rittführeranwärter zuzüglich Reitgast für ihre anstehende Prüfung: Auto- und Eisenbahnverkehr, Kreisel, Brücken, Tunnel, Bahngleise, Treppen, Kleinst- bis Großbaustellen, Autobahn, Holzbrücken und -stiegen, Kontaktschleifenampelkreuzungen sowie Werbetafeln. Und als eines der Pferde plötzlich Auge in Auge einem auf dem Seitenstreifen abgestellten, gigantischen Werbeaufsteller in Form einer französischen Bulldogge gegenüber stand, begann der Tanz in den Mai. Witzigerweise war die Bulldogge genauso schwarz-weiß gescheckt wie der Tinker und doch war die Bulldogge fürchterlich Furcht einflößend. Und da Pferde nun einmal Fluchttiere sind, gerieten auch die übrigen fünf Pferde in Erregung. Gut, dass die Fahrbahn in jeder Richtung dreispurig war, denn so hatten alle Verkehrsteilnehmer genügend Platz auszuweichen - kein Problem. Training bringt Sicherheit und Gelassenheit.

 

Unsere Lehrgangsritte werden in der Regel fotografisch und filmisch dokumentiert, damit alle Teilnehmer ihre Ritte im Nachhinein analysieren können. Einige wenige Ausschnitte gibt es in der Bildergalerie zu sehen.

 

02. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Was tun, wenn's passiert?

Workshop zu Erste-Hilfe-Pferd

 

Mit diesem Tageskurs begann ein langes VFD-Wochenende.

 

Auf dem Tulpenhof trafen sich am vergangenen Samstag, knapp 40 Teilnehmer, um von Tierarzthelfer Thomas Klaßen und Diplom-Tierheilpraktikerin Martina Wallow zu lernen, mögliche Erkrankungen des Pferdes frühzeitig zu erkennen, aber solchen auch bestenfalls vorzubeugen. Des weiteren wurde vermittelt, wie jeder Pferdehalter bzw. -pfleger im Erstfall einer Verletzung oder Erkrankung schnellstmöglich und optimal handeln sollte.

 

Und so wurden die gelassenen, vierbeinigen Probanden sprichwörtlich von Kopf bis zu den Zehen gewickelt und  verbunden. Darüber hinaus wurden Temperatur erfühlt sowie Darmtätigkeit und Puls ertastet und abgehört, Meridiane massiert sowie Körperteile gepudert und besprüht. Jeder Kursteilnehmer musste selbst Hand anlegen - so lange, bis alle Handgriffe saßen. Beide Referenten verstanden es ausgezeichnet, Theorie und Praxis in ausgewogenem Verhältnis zu präsentieren, damit teils komplizierte Themen verständlich wurden.

 

Viele weitere Eindrücke gibt es in unserer Bildergalerie.

 

02. Mai 2017, Autor/ Redaktion: Gabriele Eichenberger

 



Rechtstipp im Mai

Haftung der Stallbetreiber

 

Wird ein Pferd in einem Pensionsstall verletzt, so stellt sich häufig die Frage, wenn ja und in welchem Umfang der Stallbetreiber für die Schäden haftbar gemacht werden kann.

 

Beispielsweise können Verletzungen des Pferdes aufgrund eines defekten Weidezauns oder eines nicht im ausreichenden Maße gesicherten Padocks entstehen.

 

So stellte eine Mandantin –nach Absprache mit dem Pensionsstallinhaber- ihr Pferd auf einen Padock. Dort befand sich in Höhe von ca. 1,30 m ein Wellblechdach. Das Pferd erschreckte sich aus ungeklärter Ursache und sprang von dem Padock auf das  1,30 m höher gelegene Wellblechdach. Das Pferd stürzte durch dieses Dach und zog sich erhebliche Verletzungen zu.

 

Der Pensionsstallinhaber haftete in diesem Fall, da er verpflichtet gewesen wäre, für die Sicherheit des Pferdes Sorge zu tragen, was er nicht getan hat. Die Aufgabe des Stallbetreibers wäre es gewesen, das Pferd „sicher“ unterzubringen. Es hätten Vorkehrungen dafür getroffen werden müssen, dass es dem Pferd überhaupt nicht möglich gewesen wäre, auf das Wellblech zu springen bzw. dorthin auszuweichen. Beispielsweise wäre dies durch die Anbringung eines entsprechenden Elektrozaunes möglich gewesen.

 

Ein solcher Fall zeigt wieder, wie wichtig es –gerade auch für Stallbetreiber- ist, eine entsprechende Tierhüterhaftpflichtversicherung abgeschlossen zu haben.

 

Weitere Rechtsfälle und Informationen über unsere jagdreitende und gespannfahrende Rechtsanwältin Ortrun Voß gibt es hier.

 

01. Mai 2017, Autor: Ortrun Voß / Redaktion: Gabriele Eichenberger

 


Reit- und Kutschfahrwochenende

 

Es geht ins Oldenburger Münsterland, genauer nach Damme. Alle weiteren Infos gibt es hier.

 

25. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 


Landessternritt NRW

 

Mittlerweile steht fest: Aus dem Kreis Recklinghausen gehen Reiter auf die mehrtägige Tour nach Extertal. Derzeit werden die Tagesetappen mittels Karten geplant und die Finger auf der Suche nach Übernachtungsstationen wund gewählt. Wie immer werden alle Infos zum Landessternritt in einer eigenen Rubrik gesammelt.

 

25. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 


Reitwege-Check Rotbachtal

Bottrop: Köllnischer Wald bis Sträterei

 

Erstmalig in diesem Jahr haben wir das Gebiet um die Halde Haniel sowie das Rotbachtal beritten. Nur noch wenige Spuren von Sand liegen auf dem hart-geschotterten Wegeunterbau um die Halde herum, so dass wir dringend raten, Hufschutz zu verwenden, sofern schneller als Schritt geritten wird. Gleiches gilt für den westlichen Bogen zur Sträterei im Rotbachtal. Besser als die Beschaffenheit der Wege ist jedoch die Ausschilderung. Sofern man nicht blind ist oder Reitwegeschilder ignoriert, sollte man sich eigentlich nicht verreiten.

 

Da bekanntlich die Reitbrücke über die Autobahn A2 demnächst abgerissen wird (wir berichteten), haben wir uns selbstverständlich auch nach einem neuen Gespannparkplatz umgeschaut und diesen nahe des Reitweges auf der Kirchhellener Straße gefunden.

 

Als Torte des Monat wurde einstimmig die Blaubeer-Schmandtorte gekürt, die mit Mürbeteig und Haselnussboden ausgewogen süß-sauer und lecker-kernig schmeckte.

 

25. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



Equitana - Rückschau

 

Die Zeit ist gekommen, wo wir mit vielen bunten Fotos auf die vergangene Equitana 2017 zurückschauen wollen. Wer nicht live dabei sein konnte, kann sich gerne in unseren Bildergalerien umschauen.

05. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 


Frühjahrsmüdigkeit

 

Der Schlafvirus greift um sich. Derzeit häufen sich Fälle akuter Frühjahrsmüdigkeit. Gerade Einhufer scheinen besonders anfällig für morgendliche Spontanermattung, sobald die Frühlingssonne den Sand der Paddocks erwärmt.

 

10. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



Und hier noch einige Bilder zum Schmunzeln:

NEU: Kardätsche für long Vehicles...

... und der unsichtbare Anbindebalken für unterwegs...

Übung macht den Meister

 

Am vergangenen Wochenende übten sich angehende Geländereiter und Rittführer in Wald und Straßenverkehr. Nur stetes Üben begünstigt bei Mensch und Pferd die Optimierung verschiedenster Abläufe und fördert letztendlich Sicherheit.

 

Richtig action gab's beim Lehrgangsritt. Zunächst wurden überschüssige Energien auf einer knapp dreistündigen Tour durch die Haard abgebaut. Dabei wiederholten die Reitschüler wie immer zahlreiche Lektionen: Führungswechsel in jeder Gangart, von der Gruppe entfernen, Orientierung und Kartenkunde sowie vieles mehr. Danach ging es, begleitet von Schiff- und Eisenbahnverkehr, nach Haltern.

 

Bekannt für ihre tollen Eisdielen und Bikertreffs, war die Hauptdurchgangsstraße der Seestadt überfüllt von Sonntagsausflüglern: Fußgänger, Radler, Motorrad- sowie Autofahrer. Und mittendrin 12 Freizeitreiter der VFD. Immer stets den Schildern der Reitroute Münsterland folgend wurde ordentlich in Reih und Glied zu zweit nebeneinander geritten, damit die Pferdeschlange nicht all zu lang ausfiel. Hier zeigte sich Toleranz versus Unmut. Auch so etwas muss erlernt werden: Dummen Äußerungen unwissender Verkehrsteilnehmer sollten die Reiter mit Gleichmut kommentarlos begnen, um sich besser auf den Verkehr und die Gruppe konzentrieren zu können. Etwas kniffelig wurde es auf der Linksabbiegerspur im Kreuzungsbereich dreier Straßen. Oft geübt, standen alle Pferde still und ließen den von hinten überholenden sowie entgegenkommenden Kraftverkehr gelassen links und rechts an sich vorbeifahren. Spitze!

 

Die nächste Übungseinheit findet ausschließlich im Großstadt- und derzeit Dauerbaustellenverkehr von Recklinghausen statt. Wir sind gespannt, wie unsere Reiter und Pferde die dortigen Herausforderungen meistern werden.

 

10. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



"Reitwegbrücke" zu teuer

A2-Querung im Autrobahndreieck Bottrop

 

Derzeit plant Straßen.NRW den Um- und Ausbau des Autobahndreiecks Bottrop. Dieser Bau betrifft überwiegend das nördliche Stadtgebiet von Bottrop, berührt im Osten aber auch das Stadtgebiet von Gladbeck. Vom Ausbau der Ein- und Ausfädelspuren und die Verbreiterung der Verbindungsrampen ist auch die hiesige Reiterschaft betroffen, die bisher aus dem Bottroper Stadtwald kommend über die Autobahn A2 hinweg in den Köllnischen Wald gelangt.

 

Die "Buckelbrücke" am Rabenbrokweg, die den Reitweg im Stadtwald mit dem des Köllnischen- sowie Grafenwaldes verbindet, wird im Zuge des Umbaus abgerissen. Da es mit den Überführungsbauwerken am Bernhard-Jäger-Weg sowie der Herzogstraße zwei weitere Querungsmöglichkeiten der A2 gibt, soll die "Reitwegbrücke" aus wirtschaftlichen Gründen nicht wiedererrichtet werden. Bei einer Bürgerinfo wurde seitens des Publikums darauf hingewiesen, dass die "Reitwegbrücke" >>eine wichtige Funktion im kommunalen Wegenetz hat und neben der Nutzung als Reitweg Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern vermeidet, da Fußgänger im Allgemeinen über den Bernhard-Jäger-Weg gehen ...<< (Quelle: Straßen.NRW). Der Landesbetrieb nahm diesen Hinweis zur Kenntnis und wird in folgenden Planungsphasen den möglichen Brückenerhalt prüfen.

 

Detaillierte Infos zu den Baumaßnahmen gibt es hier.

 

12. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

Bild: Straßen.NRW

 


Am Osterfeuer

von Detlef Heublein

 

Meterhohe Flammen steigen
in des Himmels Dunkelheit.
Farbenfroher Feuerreigen.
Es ist wieder Osterzeit.

Böse Geister zu verjagen,
die sonst schlechte Zeiten bringen,
sie ganz weit hinwegzutragen,
muß dem Feuer heut gelingen.

Und des Feuers Wärme spüren
wir an diesem schönen Ort.
Wird uns in den Frühling führen,
treibt des Winters Kälte fort.

Knisternd brennt das Feuer nieder,
Flammen werden langsam rar,
neue Hoffnung kehrt jetzt wieder
in die schönste Zeit im Jahr.

 


Auf Einladung von Diana Wienstein und Patrick Katemann gaben sich zur gestrigen Osternacht viele Pferdefreunde ein Stelldichein am Osterfeuer auf dem Tulpenhof in Oer-Erkenschwick. Die heißen Flammen zauberten umgehend feurige Röte auf die Wangen der Umstehenden. Zu Konservenmucke sowie Live-Gitarrenmusik von Philippe erschallten mehr oder minder melodische Klänge aus gesangsstarken Kehlen. Dank Smartphones, hatte jeder Mitsänger den Text parat zur Hand. Mitgebrachte Speisen und anheiternde Getränke trugen überdies zum allgemeinen Wohlsein bei.

 

Wir wünschen allen VFD-Mitgliedern und Freunden ein gesegnetes, sonniges Osterfest, viel Erfolg bei der Eiersuche und viel Spaß beim Osterritt.

Der Vorstand

 

16. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger



Osterritt im Naturpark Hohe Mark

 

An den vergangenen Ostertagen nutzten zahlreiche Freizeitreiter das herrlich sonnige Wetter zu einem geselligen Ausritt. Wo immer man unterwegs war, traf man auf VFD-Freunde. Der nächste Feiertagsritt ist für den 1. Mai in der Üfter Mark geplant. Danach folgen Ritte zum Kohlenmeiler in der Haard, der vom 25. April bis zum 18. Mai aktiv befeuert wird.

 

18. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 


Per Navi zum Rummel

Lehrgangseinheit "Karten- und Kompasskunde" endet auf der Palmkirmes

 

Wer denkt, Karte- und Kompasskunde sei trockene Materie in der Theorie zum Geländereiter und Rittführer, hat sich gründlich getäuscht. Bei der Recklinghäuser VFD braucht man zu diesem Thema Ausdauer und geländegängiges Schuhwerk. Derart ausgerüstet geht's raus in den Wald. Standort bestimmen, Karten einnorden, Marschzahlen ermitteln, Ziele anpeilen, Himmelsrichtungen ohne Kompass bestimmen und vieles mehr. Wird das persönliche Ziel eines Kursteilnehmers erreicht, folgen alle Schritte noch einmal: Standort bestimmen, Karten einnord..., ... Ziel des nächsten Kursteilnehmers anpeilen.

 

Wiederholungen bringen Routine und letztere wiederum Sicherheit. So macht Lernen richtig Spaß. Und wenn dann noch ein angepeiltes Ziel mitten auf dem Rummelplatz liegt, ist auch ein leckerer Impiss als Gehirnnahrung gesichert.

 

03. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



Lucy versuchte alles umzusetzen, was Natalie mit Körpersprache und Führhilfe ansagte. Waren Führposition, Körperhaltung und Aufrichtung nicht stimmig, kam Daniela zu Hilfe.

Immer recht freundlich

TGT®-Workshop mit Daniela Dücker

 

The Gentle Touch, kurz TGT® genannt, ist das Ausbildungssystem für Pferd und Mensch, welches von Peter Kreinberg entwickelt wurde und heute kreuz und quer verteilt über den Globus auf diversen Reitplätzen erfolgreich angewandt wird. Basis ist auch hier eine fundierte Bodenschule und genau diese war zentrales Thema unseres VFD-Workshops am vergangenen Samstag. Organisiert von Doris und Denise Bramkamp und unter Anleigung der TGT® -Trainerin Daniela Dücker, lernten die zahlreich erschienenen Teilnehmer, von welcher Seite, mit welcher Atmung, in welcher Körperhaltung mit welcher Aufrichtung und in welchem Rhythmus ein Pferd in verschiedensten Lektionen mit und ohne Hindernisse in gerader oder auf gebogener Linie zu führen ist.

 

"Müde bin ich, geh zur Ruh' und schließe meine Äuglein zu...", Lernen strengt an und so fielen bei Lucy am Ende ihrer Lerneinheit die Augen ganz von alleine zu.

 

03. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 



Lehrreich ins Wochenende

VFD-Thementreff "Vereinssteuern" in Wuppertal

 

Dank dem wuppertaler Steuerberater Carsten Scheel sind wir nun um einiges schlauer und wissen mit Vereinsvermögen, Nenngeldern, Versicherungsbeiträgen, Veranstaltungsgebühren, Spenden, Vortragshonoraren sowie Bewirtungsaufwendungen richtig umzugehen. Neben der Recklinghäuser VFD folgte auch die VFD Mettmann-Velbert der Einladung unserer wuppertaler Freunde zum Thementreff am vergangenen Freitagabend.

 

03. April 2017, Autor/ Redaktion: G. Eichenberger

 


Rechtstipp im April

Eitelkeit vor Sicherheit

 

Aktuell habe ich über einen Fall mit folgendem Sachverhalt zu berichten.

 

Die 14-jährige Klägerin ritt gemeinsam mit einem gleichaltrigen Mädchen und drei etwa 10-jährigen Kindern aus. Die Kinder wurden hierbei nicht von der Inhaberin des Reithofs begleitet, da diese erkrankt war. Die Leitung der Gruppe übertrug sie dem ältesten Mädchen.  Dieses verfügt über 6 Jahre Reiterfahrung und war ihrem Alter entsprechend eine sichere und gute Reiterin. Im Umfang mit Pferden war sie erfahren. Das Pferd, welches sie ritt, war ihr sehr gut vertraut. Während des Ausritts ging jedoch eines der Pferde, das von einem jüngeren Mädchen geritten worden ist, durch und dieses Kind fiel vom Pferd. Die Klägerin war bemüht, das „durchgegangene Pferd“ einzufangen, kam hierbei zum Sturz und verletzte sich, da sie keinen Helm getragen hat. Die Klägerin ist nunmehr der Meinung, die Inhaberin des Reithofes habe die ihr obliegende Verkehrssicherungspflicht in zweifacher Weise verletzt. Zum einen habe die Reitstallinhaberin das Reiten ohne Reithelm zugelassen und zum anderen habe sie die Leitung des Ausritts auf eine Minderjährige übertragen. Damit sei die Klägerin jedoch überfordert gewesen, da sie aufgrund ihres Alters die entstandene Situation nicht hätte überblicken können. Dementsprechend ist die Klägerin der Ansicht, dass der Unfall hätte vermieden werden können, wenn die Beklagte (die Reitstallbetreiberin, die von mir vertreten wird) die Leitung der Gruppe selbst übernommen hätte. Die Klägerin führte weiter aus, dass sie sich für „das Einfangen“ des durchgegangenen Pferdes verantwortlich gefühlt habe und daher auch „die Verfolgung“ aufgenommen habe. Nunmehr verlangt die Klägerin von der Beklagten ein angemessenes Schmerzensgeld und die Verpflichtung, zukünftigen Schaden zu ersetzen. Das Amtsgericht hatte die Klage abgewiesen. Es ist der Auffassung, dass die Beklagte keine Pflichtverletzung begangen habe. Die Klägerin sei immerhin zum Unfallzeitpunkt 15 Jahre alt gewesen und aufgrund ihrer langjährigen Reiterfahrung habe sie auch die Gefahren eines Ausrittes ohne Helmschutz einzuschätzen wissen müssen. Die Klägerin wusste von der grundsätzlichen Verpflichtung, einen Helm zu tragen und der daraus resultierenden Unfallvermeidung. Allerdings hat sie vor Gericht bekundet, dass es „uncool“ sei, einen Helm aufzusetzen. Dementsprechend hat das Amtsgericht den Sturz als Folge einer ausschließlich eigenverantwortlichen Entscheidung der Klägerin eingestuft. Schlussendlich hätte die Klägerin ebenso die Leitung der Gruppe ablehnen können, wenn sie sich überfordert gefühlt habe. Aus diesem Grund war das Amtsgericht insgesamt der Auffassung, dass der Klägerin keinerlei Ansprüche gegen die Beklagte zustehen.

 

Ob eine Berufung durch die Klägerin eingelegt wird, ist noch ungewiss. 

 

Weitere Rechtsfälle und Informationen über unsere jagdreitende und gespannfahrende Rechtsanwältin Ortrun Voß gibt es hier.

 

01. Apil 2017, Autor: Ortrun Voß / Redaktion: Gabriele Eichenberger